Die fünf wirkungsvollsten Regeln der Körpersprache für Frauen in Führungspositionen

with Keine Kommentare

Noch immer sind Frauen in Führungspositionen selten. Und das ganz sicher nicht, weil sie weniger kompetent sind als Männer. Oft ist das Gegenteil der Fall. Trotzdem ist es fast immer der männliche Kollege oder Bewerber, der das Rennen bei einer Beförderung oder Gehaltserhöhung macht.

Warum das so ist? Zum einen sind nach wie vor männlich orientierte Führungsstrukturen dafür verantwortlich. Aber nicht selten sind es auch die Frauen selbst, die sich klein machen und so unbewusst dafür sorgen, dass man sie übersieht. Die Körpersprache ist zu gut 80 Prozent dafür verantwortlich, wie unser Umfeld unsere Persönlichkeit bewertet. Grund genug, sich der Sache intensiver anzunehmen. Die Körpersprache der Frauen ist deutlich zurückhaltender als die des Mannes. Frauen machen sich klein und schmal während Männer sich groß und breit machen. Frauen nehmen ihre Leistungen als selbstverständlich, Männer posaunen sie raus. Frauen nehmen sich eher zurück während Männer ständig Präsenz zeigen. In Positionen mit Führungsverantwortung werden diese Zeichen der Köpersprache von Frauen aber oft als Schwäche interpretiert. Frauen haben oft eine zurückhaltende Gestik, was ihnen als fehlendes Durchsetzungsvermögen ausgelegt wird. Von einer Führungsperson erwartet man jedoch Stärke und Selbstbewusstsein. So kommt es, dass sich Frauen mit ihrer Körpersprache oft selbst behindern.

Haltung

Frauen in Führungspositionen überschlagen oder kreuzen oft ihre Beine, im Stehen und auch im Sitzen. Ebenfalls typisch ist das „Einknicken“ eines Beines oder auch die so genannte Entlastungshaltung. Frauen machen sich dadurch unbewusst klein. Diese Haltung von Frauen wird fast immer als zurückhaltend interpretiert im Sinne von „die Kleine muss man beschützen“. Einige Frauen spielen auch mit dieser Haltung, da der Anschein der Schutzbedürftigkeit sie scheinbar sicherer vor bösen Angriffen macht. Und tatsächlich ist es auch so, dass vermeintlich Schwächere im Business oft nicht so hart angegangen werden wie Menschen, von denen man der Überzeugung ist, dass sie fest verankert sind. Letzteres macht sich übrigens in einer aufrechten, geraden Körperhaltung bemerkbar. Frauen die sich durch ihre Körperhaltung klein und schmal machen und dadurch Schutzbedürftigkeit ausstrahlen, werden mit ziemlicher Sicherheit nicht auf einem Chefsessel landen. Deshalb stehen, gehen und sitzen Sie aufrecht und gerade!

Blickkontakt

Männer haben oft einen unverhohlenen, direkten Blick. Beim Augenkontakt – etwa in einem Meeting - kommt ihnen deutlich seltener ein Lächeln über die Lippen als das bei Frauen der Fall ist. Frauen lächeln bei direktem Blickkontakt deutlich häufiger als Männer. Zudem senken sie ihren Blick viel früher nach unten als Männer das in der Regel tun. Aber Vorsicht: Was freundlich gemeint sein soll, wird als harmlos und unsicher bewertet. Nicht, dass Frauen nicht lächeln sollten. Im Gegenteil, ein offenes, ehrliches Lächeln ist mit der schönste Gesichtsausdruck, den es gibt. Aber besonders in Geschäftssituationen gilt: Ein offener, direkter und gehaltener Blick verschafft Respekt. Und seien Sie sich Ihres Lächelns bewusst! Lächeln Sie bitte nur in Situationen, in denen es auch etwas zu Lächeln gibt.

Frauen in Führungspositionen - Die Gestik

Ähnlich wie bei der Körperhaltung sagt auch oft die Gestik von Frauen: Ich nehme nicht zu viel Raum ein. Das bedeutet, dass die weibliche Gestik oft weniger ausladend ist als die von Männern. Während Männer zu großen und weiten Gesten neigen, beansprucht eine Frau in der Regel weniger Raum beim Gestikulieren als ein Mann. Die Arme und Hände sind aber ein wichtiger Kommunikationskanal. Wir unterstreichen damit das, was wir sagen und verleihen ihm an Bedeutung. Während Männer oft ganz klar und aktiv gestikulieren, sind Frauen deutlich zurückhaltender. Viele verschränken sogar die Arme hinter dem Rücken während sie sprechen. Auch das strahlt eher Hilfsbedürftigkeit als Entschlossenheit aus. Untermauern Sie Ihr Selbstbewusstsein und Ihre Kompetenz deshalb unbedingt mit einer klaren und eindeutigen Gestik. Lassen Sie Ihre Arme und Hände mitsprechen und unterstreichen Sie so die Wichtigkeit dessen, was Sie sagen!

Kleidung

Auch Ihre Kleidung gehört zu Ihrer Körpersprache. Denn was Sie tragen, prägt den Eindruck, den sich andere über Sie machen. Frauen in Führungspositionen, die sich besonders sexy kleiden, werden auch schnell charakterlich in eine bestimmte Schublade gesteckt. Ist die Kleidung nicht gepflegt oder passt nicht zum Dresscode, wird dies auch der Persönlichkeit zugeordnet. Dann heißt es nicht, „sie trägt schlampige Klamotten“ sondern „sie ist schlampig“. Schmuck und Make-up sind ebenfalls wichtige Faktoren. Beides wählen Sie am besten eher dezent. Zu kurze Röcke sind ebenso mit festen Klischees belegt wie ein zu tiefer Ausschnitt. Denken Sie daran: Sie wollen nicht durch Ihre Kleidung auffallen sondern durch Ihre Kompetenz. Das bedeutet allerdings nicht, dass Sie sich wie ein Mauerblümchen kleiden müssen. Ein klassischer, gepflegter Stil, der dem Dresscode der Firma entspricht, kann durchaus sehr attraktiv sein. Letztendlich sollten Sie darauf achten, dass Sie sich selbst wohl fühlen. Denn nur wenn Sie sich in Ihrer Haut, heißt in Ihrem Outfit gut aufgehoben fühlen, können Sie auch die Selbstsicherheit ausstrahlen, die Frauen mit Führungskompetenz auszeichnet.

Machos

Eine der wichtigsten Regeln für Frauen in Führungspositionen und Körpersprache im Business gilt nicht dem eigenen Auftritt, sondern dem der Männer. Lernen Sie die Körpersprache der Männer richtig zu deuten und damit umzugehen. Gerade karriereorientierte Männer haben oft ein sehr präsentes und dominantes Auftreten. Viele Frauen interpretieren das falsch, in dem sie sich davon beeindrucken lassen und glauben, dass dieses Auftreten auch gleichzusetzen wäre mit Kompetenz und Entschlossenheit. Oft ist aber das Gegenteil der Fall. Lassen Sie sich also von solchen Macho-Attitüden nicht blenden. Decken Sie sie auf: Denn sobald Sie diese Macho-Körpersprache durchschauen, dürfen Sie sich deutlich dominanter fühlen. Jemand ist nicht kompetenter oder hat automatisch Recht, nur weil er auftritt wie der Oberboss. Lassen Sie solche Versuche der Einschüchterung an sich abprallen und zeigen Sie konsequent Ihre Stärke.

Wir empfehlen Ihnen zu diese Thema unser Training Körpersprache und Auftritt für Frauen (nicht nur) in Führungspositionen