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Die größte Karrierefalle für Frauen und wie du sie vermeidest

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Ich will Macht

Ein Experiment: “Ich will Macht”. Sprich den Satz bitte einmal laut aus! Und gleich noch mal und noch mal. Fühlt es sich gut an? Richtig gut? Die allermeisten Frauen, mit denen ich dieses kleine Experiment durchführe, mögen den Satz nicht. Sie fühlen sich nicht gut, wenn sie ihn laut aussprechen, manche sind sogar ein bisschen angewidert. Nur wenige Frauen können den Satz “Ich will Macht” voller Inbrunst rausschleudern. Jetzt das Gegenexperiment: Lass den Satz laut von Männern aussprechen und frage sie, wie sie sich dabei fühlen. Fast jeder wird mit einem “klingt gut”, “cool” oder etwas in dieser Richtung antworten. Männer lieben die Macht und wollen sie. Schon kleine Jungs werden darauf getrimmt Wettkämpfe auszufechten und natürlich zu gewinnen. Und dieser Sieg fühlt sich gut und mächtig an, ob beim Bolzen auf der Straße oder beim Cowboy und Indianer-Spiel. Wer gewinnt, ist Sieger und Sieger sind mächtig. Mädchen verbringen ihre Zeit meist damit ihre “Argumente” auszutauschen oder in Welten abzutauchen, in denen sie eine feste, meist eher weibliche Rolle, nicht selten die der Prinzessin einnehmen. Selbst dann haben sie meist Verständnis für ihre Untertanen, versuchen zu verbinden und auszugleichen.

Auch in der Arbeitswelt spielt die Rangordnung und das Auskämpfen um die vordersten und besten Plätze eine entscheidende Rolle. Während Frauen meist auf der inhaltlichen und emotionalen Ebene argumentieren, haben die Männer vor allem ihren Status im Blick. Da nutzt es den Frauen wenig, dass sie häufig besser ausgebildet sind als Männer oder einen hervorragenden Studienabschluss in der Tasche haben – spätestens im mittleren Management ist Schluss. Angenervt oder angestrengt von den Steinen, die ihnen auf dem Weg nach oben im Weg liegen, geben viele von selbst auf.

 

Beherrsche die Spielregeln!

Selbstverständlich wollen auch Frauen Macht, sie wollen Karriere machen, nicht ständig hinter ihren männlichen Kollegen zurückstehen und das gleiche Geld verdienen. Aber während Männer das ganz klar in ihrer Kommunikation auch ausdrücken, setzen Frauen darauf, dass man ihre Leistung schon bemerken und anerkennen wird – meist vergeblich. Frauen, die im Beruf ganz oben mitspielen wollen, müssen dieses “Spiel” nicht nur verstehen, sie müssen dessen Regeln für sich nutzen. Damit ist nicht gemeint, dass sie sich wie Männer verhalten sollen. Aber wer die Regeln eines Spiels beherrscht, hat den entscheidenden Vorteil die richtige Taktik anwenden zu können. Frauen wollen sich weniger überordnen oder unterordnen, sie wollen Verbindungen schaffen. Männer machen das anders. Sie wollen sich durch ihr Verhalten und ihre Kommunikation klar abgrenzen und in der Rangordnung nach oben klettern. Was ihnen durch ihr Verhalten auch deutlich leichter gelingt als Frauen.

Was heißt das für dich? Nutze die Rangordnung! Stelle deine Position in der Rangordnung von Anfang an klar und behaupte sie! Sprich nicht mit der Assistenz sondern direkt mit dem Chef. Frauen neigen dazu, ihre Inhalte nicht gleich ganz oben zu kommunizieren, sondern deren Wichtig- und Richtigkeit zuerst weiter unten in der Rangfolge abzuklopfen. Nicht selten werden so gute Ideen nicht oder nur unvollständig weitergegeben oder die Idee wechselt auf dem Weg nach oben ihren Urheber. Das gilt auch für wichtige Informationen. Wissen ist Macht und Frauen teilen in Unternehmen ihr Wissen oft zu leichtfertig mit anderen. Du triffst etwa einem Kollegen auf dem Flur und erzählst ihm, dass dir aufgefallen ist, dass ein Prozess etwa durch einen bestimmten Schritt enorm beschleunigt werden könnte. Nicht selten relativiert der Kollege im Gespräch mit dir diese interessante Information um dann wenig später selbst damit zu glänzen. Bevor ich endlich die Mechanik verstanden hatte, ist mir selbst dieser Fehler auch passiert. Wenn es beispielsweise um ein interessantes Thema für eine neue Reportage ging. Statt es zuerst ganz oben zu platzieren und entsprechend zu verkaufen, habe ich meine Ideen etwa mit Redaktionskollegen geteilt und diskutiert. Oft musste ich mir dann viele Einwände anhören, warum das Thema zu diesem Zeitpunkt oder in dieser Form nicht wirklich spannend wäre. Statt an meine Idee zu glauben und sie ganz oben in der Rangfolge zu kommunizieren, begann ich selbst daran zu zweifeln und das Thema am Ende ganz zu verwerfen. Nicht nur einmal musste ich erleben, dass in der nächsten Redaktionssitzung ein Kollege das Thema, in leicht abgewandelter Form als brillantes Reportage Thema präsentierte, an dem er schon lange “dran sei”. Doch nach einiger Zeit genauen Beobachtens, hatte ich die Spielregeln verstanden. Von da an ging es richtig nach oben. Ich begann meine Stellung in der Rangfolge klar zu definieren und zu kommunizieren. Was bedeutet das?

Mache deine Position in der Rangfolge also immer wieder klar und deutlich. Was kannst du? Wo gehörst du hin? Wer steht unter und wer über dir? Viele Frauen suchen in ihrer Kommunikation nach Gemeinsamkeiten oder versuchen inhaltliche und emotionale Netzwerke zu knüpfen. Sie kennen es ja auch so von zuhause. Wer ist hauptsächlich für die sozialen Kontakte, die Organisation von Geburtstagen oder anderen Familienfeiern, die Einladung von Freunden und so weiter zuständig? Klar – fast immer die Frauen. Und dieses Verhalten übertragen sie fälschlicher Weise auch in ihren Berufsalltag. Das ist auf dem Weg nach oben einer der fatalsten Fehler. Frauen möchten nicht als eiskalt, karrieregeil oder rücksichtslos angesehen werden und setzen dieses Verhalten oft damit gleich. Mit der für ihre Karriere tödlichen Folge, wieder verbindend und ausgleichend zu kommunizieren. Liebe Frauen: Ihr seid keine karrieregeilen, gefühllosen und rücksichtslosen Menschen, wenn ihr klar und deutlich Position bezieht wo ihr steht beziehungsweise stehen solltet und was ihr drauf habt. Es geht nicht um euer Handeln sondern um die Art und Weise, wie ihr kommuniziert. Zeigt endlich, dass auch ihr an die “Macht” gehört - im positive Sinne!

 

Hier finden Sie unsere Trainings und Coachings speziell für Frauen

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