Storytelling: Wer andere begeistern will, braucht Geschichten

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Wie bekommen Sie die ungeteilte und dauerhafte Aufmerksamkeit Ihres Publikums? Die Antwort: Storytelling. Sie müssen eine Sprache finden, die Herz und Hirn anspricht. Denn das Publikum denkt und fühlt mit. Ihre Zuhörer bekommen nur dann Appetit auf Ihre Informationen beziehungsweise Ihr Thema, wenn Sie sie emotional erreichen, wenn sie Ihre Botschaften nachfühlen können.

 

Eine gute Geschichte

„Ich glaube meine letzte Präsentation war die Katastrophe, zumindest nicht das, was ich und ich fürchte auch meine Zuhörer erwartet haben.“ Der Satz stammt von einem Vertriebsleiter, der sich hilfesuchend an uns gewandt hatte. Bei näherem Nachfragen stellte sich heraus, dass er schon lange den Eindruck hatte, mit seinen Auftritten die Kunden nicht mehr zu erreichen. Die Verhandlungen würden immer schwieriger und zögen sich hinaus und in den letzten zwei zurückliegenden Jahren hatte er einige Projekte verloren. Nach Durchsicht seiner letzten beiden Präsentationen war schnell klar, was ihnen fehlte: Es gab so gut wie keine emotionalen Momente für die Zuhörer, dafür jede Menge Zahlen, Grafiken und Produktinformationen. Zwar hatte er auch das ein oder andere Bild eingebaut, aber es waren nichtssagende Fotos, die keinerlei Emotionen hervorriefen. Übrigens ein Fehler, der sehr oft gemacht wird, denn Bild ist nicht gleich Bild. „Ja wie kann ich das denn emotionaler machen?“ war seine Frage, nachdem ich ihm das Problem erklärt hatte. „Ich will ja kein Märchenonkel sein, es geht hier schließlich um technisch komplexe Software.“
Ja, Storyteller sein, bedeutet Geschichten zu erzählen. Aber leider wird das in der Tat oft mit einem Märchenonkel verwechselt und gerade sehr technisch orientierte Menschen haben so ihre lieben Probleme damit. Wenn Sie andere begeistern wollen, kommen Sie aber definitiv nicht um Geschichten herum. Denn sie sind Emotion pur und wenn Sie Ihr Publikum nicht auf der Gefühlsebene erreichen, werden Sie sie nicht begeistern können.

 

Storytelling – Geschichten erzählen –bedeutet die Aufmerksamkeit anderer für sich zu gewinnen und positiv in deren Gedächtnis zu bleiben.

 

Da kommt meist schon der nächste Einwand: „Ja, aber mein Produkt oder Thema ist viel zu technisch, da gibt es nichts emotionales.“ Falsch, Technik ist kein Selbstzweck. Sie hat immer einen Nutzen für die Menschen und damit ist sie hoch emotional.

Worum es geht, ist den passenden emotionalen Aufhänger für Ihren Auftritt vor Publikum aufzuspühren. Denn durch Geschichten werden deutlich mehr Regionen im Gehirn aktiviert als bei „Fachinformationen“. Stellen Sie es sich so vor: Alle Menschen, definitiv alle haben ein Kino im Kopf. Nur mit Geschichten bringen Sie im Gehirn des Zuhörers dieses Kopfkino zum Laufen. Ihr Publikum oder Ihr Kunde fühlt das Erzählte regelrecht nach, er kann es spüren. Und sobald die Zuhörer Ihre Geschichten im Kopf miterleben, haben Sie die Garantie, dass Ihre Präsentation auch bei Ihren Zuhörern im Gedächtnis bleibt.